Einige Schüler der dritten und vierten Klassen aus unserer Schule durften endlich nach der langen Zeit des Homeschoolings wieder einen Unterrichtsgang mit ihrer Klasse machen. Sie erkundeten die nähere Umgebung der Schule und entdeckten mit der Kunsthistorikerin Frau Emmerich architektonische Kleinode. Lies selbst, was sie dir berichten!

Faye: Heute, am 14.07.2021, waren wir auf einem Rundgang mit Frau Emmerich. Die Kolonie heißt „Villenkolonie II“ und umfasst das Gebiet zwischen Marschnerstraße und Alter Allee. Auf dem Haus in der Marschnerstr. 3 stand über dem Toreingang: „AR 1900“. Wir fragten uns, was das bedeuten sollte! Mit den Buchstaben ist Arthur Riemerschmid gemeint. Die Familie Riemerschmid verkaufte dem Architekten August Exter das noch unbebaute und sehr große Gebiet der heutigen Kolonie II sehr günstig. August Exter baute schöne Häuser. Wir sahen drei Häuser mit Eckerkern, drei mit Zierfachwerk und zwei mit Mittelbalkonen. Wir haben ein Haus mit Schnitzarbeiten gesehen. Ein Haus hatte sogar eine Eckmadonna. August Exter beauftragte auch andere Architekten, z.B. Bernhard Borst. Er baute Reihenhäuser in der Marschnerstraße. Jedes Reihenhaus hatte aber seine eigenen Merkmale, z.B. eine andere Farbe. In der Marschnerstraße 41 e hat er sogar ein Einhorn versteckt! Weißt du warum die Apfelallee Apfelallee heißt? Weil sie mit Apfelbäumen bepflanzt war, die die Bewohner in schlechten Zeiten ernten und essen konnten.

Luise: Meine Klasse und ich konnten endlich nach langer Zeit einen Ausflug machen und so gingen wir am Vormittag in der „Villenkolonie II“ auf Entdeckungstour. An der alten Sankt Himmelfahrtskirche trafen wir die Expertin Frau Emmerich, die uns die Merkmale der Eingangstüre beschrieben ließ. Zum einen fiel uns auf, dass über der Tür der Spruch „Dein Wort ist die Wahrheit“ stand. Weiter oben interessierte uns aber noch etwas anderes: Auf einem Schild war ein Dreieck mit einem Auge darauf zu erkennen. Von diesem gingen Strahlen aus, wie bei einer Sonne. Unglaublich war, dass die bestimmt 100 Meter hohe Kirche in nur einem Jahr erbaut wurde! Danach setzten wir unsere Tour in der Marschnerstraße fort. Dort widmeten wir uns einem schönen alten Haus, das einst Arthur Riemerschmid gehörte. Doch nicht nur dieses Haus, sondern das ganze Viertel war im Besitz des Mannes. Später verkaufte er das Quartier jedoch an August Exter. Dieser ließ neue Häuser in seinem ganz eigenen Stil bauen. Typische Formen waren Eckerker, Zierfachwerke, Mittelbalkone, Schnitzarbeiten, Türmchen. Auch entdeckten wir an einem Haus eine Eckmadonna.

Niclas: Mit meiner Klasse habe ich heute einen Unterrichtsgang gemacht. Ich war in der Villenkolonie II. Ein anderes Wort für Kolonie ist Quartier. Die Kolonie II umfasst das Gebiet zwischen der Alten Allee und der Marschnerstraße. Dort steht die evangelische Himmelfahrtskirche, die nur in einem Jahr gebaut wurde. Wir haben sie auch von innen besichtigt. Danach sind wir die Marschnerstraße entlang gegangen und haben verschiedene Häuser gesehen, z.B. mit Zierfachwerk, Eckerkern, Mittelbalkonen oder Schnitzarbeiten. Sie wurden von dem Architekten August Exter gebaut. Der hat auch den Architekten Bernhard Borst beauftragt Reihenhäuser zu bauen. Jedes dieser Häuschen hat ein eigenes Merkmal, z.B. ein besonderes Dach, Fensterläden oder Farben. Bei der Hausnummer 41 e gibt es ein Einhorn. Ein Teil dieser Häuser steht unter Denkmalschutz, sie dürfen also nicht verändert oder abgerissen werden. Nach dem Unterrichtsgang sind wir wieder in die Schule zurück gegangen.

 

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Redaktion Schule