Die Vorbeugung von Gewalt an Schulen, Konfliktlösung mit Worten statt mit Fäusten, mehr Selbstvertrauen für Kinder, mehr Zivilcourage, Schutz vor sexuellem Missbrauch – all dies sind Themen, die uns alle, Lehrerinnen und Eltern, immer  wieder beschäftigen. In Zusammenarbeit zwischen der Münchner Polizei (Kommissariat für Verhaltensorientierte Prävention und Opferschutz) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (Lehrstuhl für Sozialpsychologie) wurde ein Programm zur Förderung von „Selbstbehauptung und Zivilcourage für Grundschüler“ entwickelt. Das Programm trägt den Namen „aufgschaut“. Alle Klassenlehrerinnen haben an einer Multiplikationsschulung für „aufgschaut“ teilgenommen und führen in ihren Klassen dieses Programm durch. Dabei werden sie in enger Kooperation von Erzieherinnen und Erziehern des Tagesheims unterstützt. Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern ein fundiertes Programm zur Förderung von Selbstbehauptung, Zivilcourage, Gemeinschaftsgefühl, Hilfeverhalten und gewaltfreien Konfliktlösungen bieten. Damit möchten wir einen wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder leisten! Die Inhalte des Programms wurden im Rahmen eines schulinternen Curriculums über alle vier Jahrgangsstufen verteilt. In der 2. Klasse werden die Themenbereiche „Selbstbehauptung“ und „Gemeinschaft“ angesprochen. Auch in der 1. Klasse werden bereits einige Spiele aus diesen Bereichen geübt und dann in der 2. Klasse wiederholt. In den 3. und 4. Klassen stehen die „Themenbereiche „Gewalt“ und „Sexueller Missbrauch“ im Mittelpunkt. Alle Themen sind altersgemäß in Spiele und Reflektionsphasen eingebettet.