„Es war einmal…“ – so beginnen viele der Märchen, welche von engagierten Vätern den Drittklässlern in der Deutschstunde während unseres Märchenprojektes vorgelesen werden. Die Idee, explizit die Väter zu fragen, beruht auf vielen Studien, die belegen, dass die Lesemotivation der Jungen meist geringer als die der Mädchen ist und es u.a. auf sozialisationsbedingte Einflüsse zurückzuführen ist: Kinder wachsen bis zum 10.-12. Lebensjahr vornehmlich im „weiblichen Umfeld“ auf, weshalb Lesen häufig als „weiblich“ konnotiert wird und im Zuge des Aufbaus einer männlichen Geschlechteridentität oder der literarischen Sozialisation von Jungen zur Ablehnung des Bücherlesens kommen kann. Besonders reizvoll ist es für die Kinder, wenn sie Märchen aus anderen Ländern und Kulturen hören dürfen. „Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.“ – wenn dieser Satz zu hören ist, sind alle Kinder immer traurig, dass die Vorlesezeit schon zu Ende ist. Zum Glück kommt meist bald ein weiterer Papa zu uns. Danke!

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C.